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Freitag, den 26. Dezember 2008 um 01:52 Uhr |
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Kairouan (arabisch القيروان Kairouan, Al-Qairawān) liegt etwa 150 Kilometer südwestlich von Tunis und 50 Kilometer westlich von der Hafenstadt Sousse. Kairouan hat etwa 120.000 Einwohner und ist Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernorat Wilayat Kairouan / ولاية القيروان / wilāyat al-Qairawān. Gegründet wurde Kairouan im Jahre 671 n. Chr. durch Oqba Ibn Nafaa, dem Kommandanten des Arabischen Heeres, das entsand worden war, um Nordafrika zu erobern und von der Vormacht des byzantinischen Reiches zu befreien.
Kairouan wurde Hauptstadt von Ifriqya, das große Teile von Algerien und Libyen umfasste. Bis zum 11. Jahrhundert war die Stadt ein wichtiges islamisches Zentrum in Nordafrika, bevor die Aghlabiden die Hauptstadt nach Mahdia und später nach Tunis verlegten. Mit der Altstadt und ihren gemäß orientalischer Tradition nach Zünften geordneten Märkten, mit ihren vielen Moscheen und anderen Sakralbauten steht Kairouan seit 1988 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Noch heute ist Kairouan nach Mekka, Medina und Jerusalem die viertwichtigste Stadt der islamischen Welt. In vielen Hotels werden Tagesausflüge nach Kairouan angeboten. Wer Kairouan individuell erkunden will, sollte mit dem Sammeltaxi (Louage) fahren, in jeder größeren Stadt gibt es Halteplätze (Place de louage). In Kairouan ist vieles noch ursprünglicher als in anderen tunesischen Städten, alles geht ruhig und beschaulich zu. Sehenswert sind neben den vielen Moscheen die Gassen der Altstadt, vielfach lassen offene Türen Einblicke in die teilweise sehr alten und reich verzierten Häuser zu. Haben Sie keine Angst, sich zu verirren, die Wege sind gekennzeichnet, um den Besuchern den Rückweg zu erleichtern. Auf jeden Fall besuchen sollten Sie die Sidi Oqba Moschee, deren Minarett als Wahrzeichen schon weit vor der Stadt sichtbar ist.

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