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Wüstenstromprojekt Desertec verstärkt die Aktivitäten in Tunesien PDF Drucken E-Mail
Montag, den 11. April 2011 um 11:19 Uhr

Nach Gesprächen des Industriekonsortiums DII mit der tunesischen Übergangsregierung in der vergangenen Woche, bei denen mehrere Minister die Unterstützung der Pläne der Wüstenstrominitiative signalisierten, weitet Desertec die Aktivitäten in Tunesien aus. So wird Desertec ein Büro in Tunis eröffnen, dessen Leiter der ehemalige Tunesien-Chef des Siemens Konzerns René Buchler wird. Der tunesische Energiekonzern STEG wird über sein Tochterunternehmen für erneuerbare Energien zusammen mit dem Konsortium DII geeignete Standorte für den Aufbau großer Solar- und Windenergie-Projekte ausloten und eine Machbarkeitsstudie erstellen.

Ein Hauptthema der Gespräche waren auch die Möglichkeit der Schaffung lokaler Arbeitsplätze sowie die wirtschaftlichen Perspektiven für die junge Bevölkerung, so sei es auch denkbar, junge Tunesier für 6-12 Monate für Praktika in deutsche Mitgliedsbetriebe zu holen, damit dort Erfahrungen gesammelt werden können. Bei den Gesprächen wurden auch schon Einzelheiten zu den Regularien und den technischen Voraussetzungen für die Energieeinspeisung in lokale sowie externe Netze in den Nachbarländern und in Europa besprochen.
Tunesien könnte nach Marokko, das kurz vor dem Bau der ersten Anlagen steht, das zweite Land mit solar- und windtechnischen Energieanlagen werden. "Die jüngsten Ereignisse in Japan und Nordafrika haben gezeigt, dass die langfristige Entwicklung von ökonomisch sinnvollen und nachhaltigen Energieprojekten in der Wüste notwendig ist", sagt DII-Chef van Son. "Die enge Zusammenarbeit mit der tunesischen Regierung und die Gründung des tunesischen Büros schaffen die Grundlage, um die Verwirklichung der Desertec-Vision zu beschleunigen."

Quellen:
Tunesische Presseagentur TAP
Süddeutsche Zeitung